12    Jan 20110 Kommentare

Buchvorstellung: Purpurroter Cousinot von Petra Körver

Heute möchten ich euch ein interessantes Buch vorstellen, enstanden aus dem zufälligen Auffinden von alten Briefen und einer guten Portion Neugier.

Als Petra Körver vor gut fünf Jahren ein kleines Päckchen mit alten Briefen ihrer Großtante in die Hände bekam, ahnte die Kirchdernerin noch nicht, wie sehr die vermachten Schriftdokumente sie für die kommenden Tage, Monate und Jahre in Bann ziehen würden. Sie machten sie zur Buchautorin.

Dem anfänglichen Interesse folgte eine intensive Recherche – und nun sogar ein 140 Seiten dickes Buch. „Purpurroter Cousinot“ lautet der Titel des Buches, das Autorin Petra Körver nach jahrelanger Arbeit fertig gestellt hat. Doch wer nun mit einem Ratgeber für Obstliebhaber rechnet, der irrt gewaltig.

Vielmehr geht es um das Leben der eigenen Großtante und ihre spannenden Erlebnisse zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In insgesamt fünf Briefen, die zwischen 1910 und 1915 entstanden, schildert Angela Maas ihrer in Dortmund lebenden Schwester detaillierte Eindrücke aus dem Klosterleben, mysteriöse Kranken- und sogar Mordgeschichten.

Doch nicht nur letzteres erweckte Petra Körvers Aufmerksamkeit, als sie in den Besitz der alten Dokumente kam. Eher waren es die kleinen Ungereimtheiten und Unklarheiten innerhalb der in Sütterlin geschriebenen Texte. „Die Briefe wurden ja durch zwei Weltkriege transportiert und hatten wirklich lange genug darauf gewartet, dass ich sie lese. Aber ich musste sie mir ehrlich gesagt erst einmal von meiner Schwiegermutter übersetzen lassen, da ich die Schrift gar nicht mehr lesen konnte“, sagt Petra Körver.

Kaum war diese erste Hürde überwunden, da sah sich die Kirchdernerin angesichts merkwürdiger Redewendungen und kaum nachvollziehbarer Verhaltensweisen seitens der Großtante auch schon mit den nächsten Verständnisproblemen konfrontiert. Also beschloss Körver, selbst aktiv zu werden und gründlich nachzuforschen.

Wie waren die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zur Zeit der Großtante? Warum mussten Hausmädchen bei der Essenszubereitung ununterbrochen Küchenlieder vortragen? Und wieso zog es die Verwandte überhaupt ins Kloster?

Nach drei Jahren intensiver Familienforschung sowie dem Studium zahlreicher Kirchen- und Geschichtsbücher war die Autorin schlauer.
Erlebtes weitergeben „“, erklärt Körver.

Die Ergebnisse der Arbeit finden sich nun in einem 140-seitigen Buch wieder – teils biografisch, teils historisch, aber auch mit eigenen Ausschmückungen.

* Das Buch ist für 19,95 Euro erhältlich über den Amazon-Dienst „Books on demand“.

Quelle: Ruhrnachrichten.de

Kommentare (0) Trackbacks (0)

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.


Kommentar schreiben

Abschicken

Bitte Ihren Kommentar schreiben
Bitte geben Sie Ihren Namen ein
Bitte geben Sie Ihre Email-Adresse ein

Noch keine Trackbacks.

Über uns  |  Kontaktieren Sie uns  |  Datenschutz  |  Weiterempfehlen  |  Support  |  Sitemap
Copyright © 2014 MyHeritage Ltd., Alle Rechte vorbehalten