9    Dez 20100 Kommentare

Buchvorstellung – Schicksalsjahre in turbulenten Zeiten Deutschlands

Wieder einmal ist ein neues Buch von Dr. Karl Ludwig Mootz (Gießen) erschienen, das mittlerweile 16. aus der liebevoll verfassten Reihe der Familiensaga, Streifzüge durch die Heimat, schelmischen Versen, illustren Gedichten und optimistischen Lebensweisheiten.

Sein neues Buch „Schicksalsjahre in turbulenten Zeiten Deutschlands“ befasst sich mit Erinnerungen und Berichten aus den beiden Weltkriegen. Die Feldpostbriefe seines Vaters, Dr. Karl Ludwig Erich Mootz, einem gebürtigen Gießener, sind darin enthalten und liefern als wertvolle Zeitdokumente ganz besondere Informationen über das Leben, das Lieben und auch das Sterben in äußerst turbulenten Jahren der deutschen Geschichte. Vor allem geht es um die Beziehungen zu seiner Familie, was sehr anschauliche Hinweise über Prägung und Wertschätzung der Menschen vergangener Zeiten liefert. Ein Werk, nicht nur für Freunde und Angehörige der großen Familie Mootz, sondern für alle Geschichtsinteressierten oder Familien, da es sehr viel vom Denken, Handeln und Fühlen im Familienleben offenbart.

Familie, das ist auch das, was im Hause Mootz ganz groß geschrieben wird. „Jeden Sonntag wird telefoniert, es werden Neuigkeiten ausgetauscht, Erinnerungen aufgefrischt, Freundschaften und Familienbeziehungen gepflegt.“ Das ist etwas, was man mit keinem Geld der Welt kaufen kann: die zwischenmenschlichen Beziehungen, die einem Kraft, Mut und Liebe vermitteln. Und darin ist Mootz auch selber sehr gut. Intention, sein neues Buch zu schreiben, war vor allem das Bewahren der alten Dokumente für seine Nachkommen. Die Feldpostbriefe, allesamt in Sütterlinschrift verfasst, waren schon fast auf dem Weg in die Abfalltonne, konnten aber grade noch in seine „Höhle“ gerettet werden, wie der leidenschaftliche Schriftsteller sein Arbeitszimmer liebevoll nennt.

In dieser „Höhle“ hat er schon manches zu Papier gebracht, seien es die Berichte über seine „bed and breakfast“- Reisen mit seiner Frau Inge und den beiden Kindern Sybille und Ralf, die Familiengeschichte der Mootzens in mehreren Bänden, Gedichte und Anekdoten zu den verschiedensten Anlässen, von denen es allein mehrere Leitzordner voll gibt. Zu jedem Familienfest gibt es ein „Mootzsches Original“, liebevoll ausgewählt und von ihm selbst vorgetragen.

Familientreffen sind neben dem Schreiben seine große Leidenschaft: Als vor einigen Jahren der nach Amerika ausgewanderte Teil der Familie nicht an einem Treffen teilnehmen konnte, drehte er den Spieß einfach um und mietete in Cedarburg (Wisconsin) ein Restaurant und veranstaltete das Treffen dort. Hierbei erfuhren die Familienmitglieder einiges über ihre Vorfahren, da der begeisterte Ahnenforscher die kompletten Stammbäume recherchiert hatte und nun, mit Overheadprojektor und in perfektem Englisch, der staunenden Verwandtschaft einen Einblick über ihre Ursprünge geben konnte. „Da wussten die endlich mal, wer sie überhaupt sind und wer, wie mit wem verwandt ist“, bemerkt er mit einem schelmischen Augenzwinkern. Überhaupt ist es ein großes Vergnügen, seinen spannenden Geschichten und Anekdoten zu lauschen. Mootz ist ein so lebensbejahend fröhlicher Mensch, dass ihm der „Schalk“ des Öfteren im Nacken sitzt, wie man schon auf Kinderbildern aus Kriegsjahren sehen kann. Ein Mensch, der trotz großer Schicksale seinen Lebensmut und vor allem seine Lebenslust nicht verloren hat.

Das aktuelle Buch ist wie die anderen erschienenen Bände in der Thalia-Buchhandlung in Gießen, bei Rübezahl in Dillenburg und natürlich beim Autor persönlich, Telefon 0641 43010, für zwölf Euro erhältlich.

Quelle: Gießener Anzeiger

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