9    Nov 20102 Kommentare

Das Genographic-Projekt

Die epochale Theorie über den Ursprung der Arten von Charles Darwin, die in der revolutionären Hypothese gipfelte, dass alle Menschen von gemeinsamen Vorfahren abstammen, lässt sich immer besser belegen. Möglich macht es das Genographic-Projekt!

Die menschliche Migration vor 100.000 Jahren

Die DNA hat unsere genetische Geschichte gespeichert. Zwei von den insgesamt 46 Chromosomen sind dabei besonders interessant: bei männlichen Personen das Y-Chromosom, das der Vater an alle Söhne weitergibt, bei den weiblichen Personen die mitochondriale DNA (mtDNA), die die Mutter all ihren Kindern weitervererbt. Durch die Analyse dieser "Marker" und durch den Vergleich mit den vorhandenen Y-DNA- und mtDNA-Profilen der Genographic-IBM-Datenbank ist jeder Mensch einer sogenannten Haplogruppe zuordenbar. Haplogruppen zeigen, wo unser geografischer Ursprung liegt und mit wem wir gemeinsame Vorfahren teilen.

So kann auch Darwins eigene DNA-Spur 60 000 Jahre zurück bis nach Afrika verfolgt werden. Wie das, wenn Darwin 1882 gestorben ist? Naja: Darwins Nachfahre Chris Darwin (48) lebt als Reiseführer in den Blue Mountains bei Sydney und das Y-Chromosom aus dessen DNA ordnet seine männlichen Vorfahren der Haplogruppe R1b zu. Sie ist mit 70 Prozent aller Männer in Südengland und 90 Prozent in Teilen von Irland und Spanien eine der häufigsten europäischen Linien!

Darwins Vorfahren lebten vor 31 000 bis 79 000 Jahren im heutigen Äthiopien. Sie zogen weiter nach Norden, und vor 40 000 Jahren zweigte in Iran oder Mittelasien eine neue Linie ab. Bevor diese Menschen nach Westeuropa aufbrachen, gab es vor 35 000 Jahren eine Mutation. Die Männer dieser Haplogruppe gehören zu den sogenannten Cro-Magnon-Menschen. Die Eiszeit überstanden die Darwin-Ahnen im heutigen Spanien und gingen dann vor 12 000 Jahren ins heutige England. Die mütterliche mtDNA-Spur weist auf die Haplogruppe K. Deren Reise verlief vom Kaukasus ans Schwarze Meer.

Die Linie vom berühmten Charles Darwin führt über dessen Sohn George bis zum Ururenkel Chris Darwin. Die Familie ist sehr groß. Im März dieses Jahres reisten über hundert direkte Nachkommen des großen Darwin zum Familientreffen nach London.

Quellen: genographic.nationalgeographic.com und neues-deutschland.de

Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. Na wenn das mal Evangelikale oder andere, die an die Erschaffung der Welt vor knapp 6000 Jahren fest glauben, lesen müssen. Abstammungslehre, Charles Darwin - igittigitt. Wäre für diese durch nichts Wissenschaftliches überzeugbaren Zeitgenossen doch glatt ein Gund, sich von mH zu verabschieden.
    P.S. Die Erde ist für manche immer noch eine Scheibe
  2. oh mein pharao

    deine kommentare

    treffen immer ins schwarze :-)

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