8    Okt 20100 Kommentare

Unglaubliche Familiengeschichten

Pünktlich zum Wochenende haben wir drei schöne Familiengeschichten für euch. Wenn nämlich Familienmitglieder viele Jahre weit auseinander gelebt haben, sich lange nicht gesehen oder sogar sich noch nie gesehen haben, dann ist das Zusammentreffen sicherlich tränenreich und sehr bewegend! Unser Team hat sich deswegen auf die Suche nach den herzergreifstesten Familienvereinigungen gemacht und stellt euch heute unsere Top 3 vor.

1. Mein Nachbar ist mein Bruder

Die kanadischen Brüder Tommy Larkin und Stephen Goosney wurden kurz nach ihrer Geburt zur Adoption frei gegeben. Beide wuchsen in verschiedenen Familien auf und lebten mehrere hundert Kilometer voneinander entfernt.

Als beide 29 Jahre alt waren und sich endlich persönlich kennenlernen wollten, baten Sie ihrer Adoptionsagentur um Hilfe. Beide erhielten die Kontaktdaten des anderen und erst dann wurde ihnen etwas bewusst: die Wohnungen der beiden befanden sich in der selben Straße! "Er wohnte auf der anderen Straßenseite, das war einfach unglaublich. Ich war drei Stunden fassungslos und stand erst dann auf um rüber zu gehen", sagte Tommy.

Beide haben vom ersten Treffen an gemerkt, dass sie viele Gemeinsamkeiten hatten, nutzten die räumliche Nähe sofort aus und veranstalteten viele gemeinsame Grillabende.

Die ganze Geschichte könnt ihr hier nachlesen... (auf englisch)

2. Nach vielen Jahren lernte sie ihren Bruder kennen

Als die 79jährige Irene Adkins anfang des Jahres ihre Haustür öffnete und ein Mann vor ihr stand, den sie noch nie zuvor gesehen hatte, war sie schokiert als dieser ihr sagte, er sei Terry Spriggs, ihr Bruder und schon sehr lange auf der Suche nach ihr gewesen.

Irene wurde im Jahre 1932, als 10 monate altes Baby, von ihren Eltern verlassen und dann von der britischen Wohltätigkeitsorganisation Barnados aufgenommen. Sie wuchs bei einer Pflegefamilie auf. Ihre Eltern erzählten ihr schon früh, dass sie nicht ihr leibliches Kind sei. Über Brüder und Schwestern haben beide aber nie etwas gesagt.

Nachdem die leiblichen Eltern von Irene sie verlassen hatten, bekamen sie drei weitere Kinder, die sie diesmal selber groß zogen. Terry erfuhr als Teenager von Irene und versuchte sie jahrelang verzweifelt und ohne Erfolg zu finden. Erst seine Nichte Sylvia Walters konnte, dank der Erstellung eines Stammbaumes, Terry mehr Informationen über Irene geben. Über das Archiv in Barnados konnte Sylvia Irenes Spur finden und gab die Details  ihrem Onkel weiter. Zu diesem Zeitpunkt waren Terrys Eltern und seine Geschwister schon verstorben, so dass er der einzige lebende Angehöriger war, der Irene treffen konnte.

"Ich wusste nicht was mich erwarten würde, als ich an Irenes Tür klopfte, ich wusste nicht wie sie reagieren würde und ob es eine gute Idee gewesen sei dahin zu fahren, aber das Leben ist einfach zu kurz", sagte Terry. "Es war ein unbeschreiblich, tolles Gefühl als ich sie zum ersten Mal sah... Es war schön sie zu umarmen und mit ihr zu reden, wir hatten uns so viel zu erzählen!"

Auch Irene war überwältigt: "Terry kennen zu lernen war wunderbar! Von der ersten Sekunde an, glaubte ich seinen Worten."

Hier erfahrt ihr mehr über diese Geschichte. (auf englisch)

3. Eineiige Zwillinge: erstes Treffen mit 40 Jahren

Es gibt viele kuriose Geschichten über eineiige Zwillinge, aber die von Jim Lewis und Jim Springer ist einfach erstaunlich. Die Heutzutage bekannten "Jim Twin's" wurden direkt nach der Geburt getrennt und haben sich erst mit 39 Jahren - im Jahre 1979 - zum ersten Mal gesehen. Sie wurden von verschiedenen Familien groß gezogen, lebten in verschiedenen Städten und dies fast 40 Jahre alt, ohne zu wissen, dass es den anderen gab.

Für Jim L. war das erste Treffen wie "ein Blick in den Spiegel". Sie hatten beide den selben Vornamen und natürlich sahen sie identisch aus. Aber die Ähnlichkeiten und Interessen der beiden gingen noch weiter: beide haben als Kinder die Nägel gekaut, beide leideten jahrelang an Migräne, beide hatten jeweils einen Hund namens "Toy", die Ex-Ehefrauen von beiden hieß "Linda", beide hatten nochmal mit einer "Betty" geheiratet UND Jim Lewis bekam einen Sohn, den er "James Allen" nannte, Jim Springers Sohn bekam den Namen "James Alan"!!

Sie tranken wohl der selben Biermarke, rauchten die selbe Zigarettenmarke, mochten keinen Baseball etc. pp. Sie haben nie zusammen gewohnt, aber starben beide am gleichen Tag und aufgrund der selben Krankheit.

Das kann nicht sein, denkt ihr jetzt? Einbisschen mehr könnt ihr hier erfahren und die Fallstudie im Buch von Nancy Segal solltet ihr euch auch nicht entgehen lassen.

Wenn auch ihr tolle Familiengeschichten zu erzählen habt, dann schreibt uns doch einfach ein Kommentar. Wir freuen uns drauf!

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