28    Okt 2010Ein Kommentar

Forschen im Stadtarchiv Viersen

Heute gibt es einen Veranstaltungstipp für die Familienforscher aus der Gegend um Viersen in Nordrhein-Westfalen.

Das Stadtarchiv Viersen öffnet am Sonntag, 7. November, wieder zu einem "Tag der offenen Tür" seine Pforten. Es ist  in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Zeitgleich findet in Viersen der Martinsmarkt statt. Das neue Buch des Heimatvereins "Auf den Spuren der Viersener Höfe" wird vorgestellt. Preis 16 Euro am Tag der offenen Tür, später 18 Euro im Buchhandel.

"Man kann gar nicht so viel fragen, wie das Stadtarchiv beantworten kann!" Das können alle Mitglieder des Arbeitskreises "Familienkunde und Stadtgeschichte" im Verein für Heimatpflege Viersen nur unterstreichen. Denn ihnen – wie allen, die sich mit ihrer Familiengeschichte befassen wollen – steht das Viersener Stadtarchiv und mit ihm Stadtarchivar Marcus Ewers als Berater stets und gerne zur Verfügung. Dies möchte Ewers auch in diesem Jahr beim Tag der offenen Tür im Stadtarchiv anlässlich des Martinsmarktes am Sonntag, 7. November, unter Beweis stellen und interessierten Bürgern ein Stück Stadt- und Kulturgeschichte ihrer Heimatstadt vermitteln.

Er lädt zu Führungen durch den sonst geschlossenen Magazintrakt ein, seine Mitarbeiterin Linda Godry öffnet ihr Bildarchiv mit rund 15 000 Fotos von Straßen und Plätzen in allen Viersener Stadtteilen. "Wie sah meine Straße denn früher aus", will mancher gerne wissen oder es auch seinen Kindern zeigen. Mitglieder des Arbeitskreises unter Leitung von Hans Maaßen beantworten Fragen zur Familienforschung und helfen beim Heraussuchen der Quellen aus den vergangenen sechs Jahrhunderten.

Dabei setzen sie eine inzwischen lieb gewordene Tradition fort: Wieder stellt Hans Maaßen mit seinen Mitstreitern eine neue Publikation vor: "Auf den Spuren der Viersener Höfe". Im ersten Teil haben die ehrenamtlich tätigen Familienforscher sich "Aus dem Viersener Bannbuch" von Dr. Peter Norrenberg vorgenommen, das dieser 1886 als "Beiträge zur Lokalgeschichte des Niederrheins" herausgegeben hat. Das Original liegt übrigens im Viersener Stadtarchiv.

Die Höfe sind die Keimzelle der städtischen Entwicklung, so auch in Viersen, denn aus den entlang der Bäche gelegenen Höfen bildete sich die Stadt Viersen heraus. Wie bedeutsam diese Entwicklung war, erläuterte Norrenberg mit einer großen Karte, in die er nicht nur die Namen, sondern auch die Hausnummern eintrug. Früher wurde über ein Grundstück, das zum Verkauf stand, der "Bann" gelegt. So können Familienforscher anhand der benachbarten Hofnamen links und rechts die eigene Geschichte weiter zurückverfolgen.

Ist schon diese Publikation eine wertvolle Hilfe für Genealogen – zum privaten, aber auch zum wissenschaftlichen Gebrauch, so befasst sich der zweite Teil der Publikation mit "Regeste (Zusammenfassung des Inhalts) der Urkunden aus dem Archiv der Pfarre St. Remigius von 1479 bis 1888". Und nicht genug damit: "Noch wertvoller wird das Leibgewins-Register, an dem wir schon arbeiten und das im nächsten Jahr folgen soll", so Hans Maaßen.

Viel Spaß beim Stöbern in den Tiefen des Stadtarchivs von Viersen. Es gibt viel zu entdecken.

Quelle: RP Online Foto: Flickr

Kommentare (1) Trackbacks (0)
  1. Hallo,

    so einen Tag der offenen Tür sollte jedes Stadtarchiv häufiger durchführen. Gerade für Hobby-Ahnenforscher ist das doch eine sehr gute Gelegenheit um Einblick in die letzten 100 bis 500 Jahre zu bekommen.
    Ich war bereits einmal im Stadtarchiv bei uns und fand es sehr interessant! Das kann ich jedem nur empfehlen der sich dafür interessiert.

    Viele Grüße
    Sarah

Kommentar schreiben

Abschicken

Bitte Ihren Kommentar schreiben
Bitte geben Sie Ihren Namen ein
Bitte geben Sie Ihre Email-Adresse ein

Noch keine Trackbacks.

Über uns  |  Kontaktieren Sie uns  |  Datenschutz  |  Weiterempfehlen  |  Support  |  Sitemap
Copyright © 2014 MyHeritage Ltd., Alle Rechte vorbehalten