18    Aug 20102 Kommentare

Die Stände im Mittelalter

Die Ständeordnung war das Gesellschaftssystem im Mittelalter. Es gab zum einen die Unterscheidung zwischen Herrschern und Untertanen, doch ein Adeliger konnte gleichzeitig Herrscher über seine Bauern sein und dem König als Untertan verpflichtet. Im Frühmittelalter gliederten sich die Stände in soziale Großgruppen, später wurden die Stände zu politschen Gruppe, wie Klerus, Adel, Patriziat. Sie standen den Herrschern mit Rat und Tat zur Seite.

Der 1. Stand war die Gruppe der Geistlichen, der 2. Stand war der Adel egal ob hoher Adel oder verarmter Landadel. Im 3. Stand fanden sich die freien Bürger und teilweise auch freie Bauern.

Eine weitere Unterscheidung gab es bei der Art des Broterwerbs im Berufs- oder Bauernstand. Die Position in der Familie als Hausvorstand o. ä. und vor allem gab es eine Unterscheidung der Rechte.

An der Spitze der Ständepyramide stehen die Könige und Kaiser oder Landesfürsten und auf der anderen Seite im Klerus der Papst und die Bischöfe. Im dritten Stand gab es die wenigsten Rechte, höchtens über das Gesinde oder Rechtlose.

Das Ständesystem galt im Mittelalter als gottgegeben und unveränderlich, jeder hatte seinen unveränderlichen Platz in diesem Ordungssystem. Man wurde in seinen Stand hineingeboren und die einzige Möglichkeit den Stand zu ändern, war die kirchliche Laufbahn. Die Aufgaben der Stände waren für den ersten Stand das Seelenheil für die Untertanen, für den zweiten Stand, Verteidigung der Untertanen gegen Feinde und der dritte Stand hatte zu arbeiten.

Für jeden Stand gab es eine strenge Kleiderordnung.

Im Verlauf des Mittelalters wurde das Ständesystem durchlässig, durch allmähliche Bildung des Amtsadels, das Enstehen des städtischen Patriziats und vermehrte Bildung. Die Gesellschaft wurde immer weiter differenziert und durch die Entwicklung hatten verschiedene Aufgaben keinen Platz mehr in den überlieferten Ständen. Durch eine strukturierte Heiratspolitik, konnte die Position innerhalb eines Standes auch verbessert werden.

Das Ständesystem wurde bis ins 18. Jahrhundert nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Auch in unserer heutigen Gesellschaft gibt es noch Traditionen, dass in verschiedene Berufen das Wissen an die nächste Generation weiter gegeben wird, vor allem im Handwerk gehen oft die Geschäfte von einer Generation auf nächste.

Foto: Wikipedia

Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. Mir fehlt bei den Text die Einteilung in Früh, Hoch und Spätmittelalter.
    Das im Frühmittelalter die Standunterschiede nicht so krass wie ab dem Hochmittelalter waren ist eigendtlich bekannt.
    Erst in folge der Christianisierung geschah der Umbau der bis dahin gut funktionierenden Gesellschaft.

    Da sollte der Beitrag doch noch ein wenig angepasst werden.
  2. danke danke danke das hat mir sehr weiter geholfen und es ist sehr interesant

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