25    Aug 20100 Kommentare

Ahnenforschung der Familie Dreisbach

Im Siegerland und in Wittgenstein ist der Nachname Dreisbach nicht allzu selten, sagt Martin Dreisbach aus Ferndorf. Dieser Name  erscheint in zum Teil leicht abgewandelten Formen wie Dresbach, Dresback oder Driesbaugh – mittlerweile auch in Amerika. Denn 1743 wanderte ein Simon Dreisbach aus Oberndorf in Wittgenstein in die so genannte Neue Welt aus. Sein Cousin Martin Dreisbach, sozusagen „Martin der Ältere“, aus Krombach folgte ihm einige Jahre später.



Vor 100 Jahren war es, als die amerikanischen Dreisbachs gemäß dem Motto „back to the roots“ ein erstes Familientreffen initiierten. Beim „100-Year-Jubilee“ in Quakertown, Pennsylvania, war Martin Dreisbach aus Ferndorf nun mit von der Partie. Für ihn war es nach 2001 die zweite „Dreisbach-Family-Reunion“, an der er teilnahm. Und so frischte er nun einige Tage lang die Kontakte zu seinen entfernten Verwandten, z. B. zu Don, Jack und Scott Dreisbach, auf. Rund 80 Dreisbachs fielen sich dabei in die Arme. Der Ferndorfer und seine Ehefrau Dagmar Sinner-Dreisbach waren die einzigen Deutschen.

Martin Dreisbach nahm mit anderen Dreisbachs an einem DNA-Projekt teil und das Ergebnis war verblüffend: Alle bis auf vier der Testpersonen haben die gleichen „Wurzeln“, die getesteten Genmerkmale sind identisch.
Wie aber wurde der heute 39-Jährige auf seine „Family“ aufmerksam? „Wie das so ist“, berichtete er rückblickend. „Ich habe einfach am Computer meinen Namen in eine Suchmaschine eingegeben – und stieß auf die Internetseite der ,Dreisbach-Family‘. Die Geschichte der Dreisbachs habe ich erstmals auf Englisch gelesen.“ Der Ferndorfer nahm Kontakt auf – und aus Fremden wurde Familie!

Beim jüngsten Treffen ging es in erster Linie natürlich um die Kontaktpflege und das nähere Kennenlernen. Martin Dreisbach, der der Ahnenforschungs-Gruppe angehört, informierte seine Verwandten und Bekannten aber auch anhand eines Diavortrags über das „Homeland“ der Dreisbachs – Wittgenstein und Siegerland. Kirchen, Fachwerkhäuser – ländliche Idylle. Einige der US-Dreibachs waren in den 90er-Jahren bereits vor Ort gewesen und freuten sich, wie gut ihre Erinnerung mit den aktuellen Aufnahmen noch übereinstimmten.

Dann stand sozusagen ein „Dreisbach-Sightseeing“ an: Ein Friedhof bei der Indian Creek United Church of Christ, in der auch der 1754 eingewanderte Henry Dreisbach, der Neffe von Simon, und seine Familie ein- und ausgingen, wurde besichtigt, und auf dem Friedhof wurden mehrere Dreisbach-Grabsteine entdeckt. Auch das 1820 von Henrys Sohn erbaute Farmhaus war eine Visite wert. Auf seiner Tour durch Pennsylvania stieß der Ferndorfer übrigens auch auf ein interessantes Ortsschild: „Womelsdorf“, Kreis Wittgenstein, Regierungsbezirk Arnsberg, ist darauf zu lesen. Ferner steht dort, in so genanntem „Pennsylvanian Dutch“, geschrieben: „Des Schild iss ess Sinnbildlich Band zwische die Leit von Womelsdorf in Deutschland und die Leit von Baerricks Kounty, Pennsylvania. 1980“. Martin Dreisbach „der Jüngere“ wird den Kontakt zu seinen entfernten Verwandten aufrechterhalten. Das Internet macht dies auch zwischen den Familiy-Reunions möglich.

Wer nun neugierig geworden ist, vielleicht sogar selbst Dreisbach heißt und die Geschichte vom Wittgensteiner Urvater „Abraham of Balde“ bis zu den Dreisbachs von heute nachlesen möchte, ist die auf Englisch unter www.dreisbachfamily.org möglich. Ebenfalls informativ ist folgende Internet-Seite: www.genealogy.net/vereine/Wittgenstein. Martin Dreisbach aus Ferndorf freut sich aber auch über direkte Kontaktaufnahme! :-)

Quelle: Siegener Zeitung online
Foto: Flickr

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