19    Jul 20104 Kommentare

Beruf Erbenermittler – Auf der Suche nach den wahren Erben

In Deutschland gibt es professionelle Erbenermittler, die im Auftrag von Behörden, Gerichten und Nachlasspflegern nach verschollenen Verwandten suchen.

Henning Schröder ist einer von ihnen. Er hat eine Firma mit 21 Angestellten mit Sitz in Gummersbach. Zwei feste Mitarbeiter sitzen in Polen, ein Korrespondent ermittelt im amerikanischen Salt Lake City, wo die Religionsgemeinschaft der Mormonen ihr riesiges Ahnenarchiv betreibt. Zusammen versucht das Team herauszufinden, ob ein Verstorbener Verwandte hat, die Anspruch auf einen Erbteil erheben könnten.

Erbenermittler ist kein anerkannter Ausbildungsberuf mit Abschlussprüfung. Das bedeutet, Erbenermittler machen meist Ihr Hobby zum Beruf und sind sogenannte Quereinsteiger und Autodidakten. Ein Studium der Geschichte kann natürlich hilfreich sein. Wichtig sind Kenntnisse in Genealogie, Jura, Kalligrafie und Sprachen. Jeder darf sich Erbenermittler nennen und in der Branche der Detektive, professionellen Ahnenforscher und auch Erbenermittlern gibt es viele Anbieter, seriöse und unseriöse.

Es gibt wohl zurzeit ca. 5 - 8 Büros, die seriös sind, meinen Kenner der Branche. Wichtig ist die mühevolle Kleinarbeit, mit der Spuren verfolgt werden müssen.

Erbenermittler können natürlich viele Geschichten erzählen von Erfolgen, wo Erben gefunden werden oder Misserfolgen, wenn die Erben schon verstorben sind. Manchmal wohnen auch vermisste Verwandte nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

Ein Erbenermittler arbeitet auf Provisionsbasis. Bei Erfolg gibt es 20 - 30 % des vererbten Vermögens. Daher werden Erbenermittler oft erst aktiv, wenn die Hinterlassenschaft mehr als 40 000 Euro beträgt.

Auf jeden Fall ist dieser Beruf sehr spannend und nach mühevoller Recherchearbeit winkt zum Lohn die Dankbarkeit der Erben und natürlich das Erfolgshonorar.

Kommentare (4) Trackbacks (0)
  1. Das mit der Dankbarkeit der Erben dürfte relativ sein. Je mehr gefunden werden, desto weniger erhält der Einzelne.
    Eine Person, die ganz unerwartet erbt, indem sie ermittelt wird, freut sich mit Sicherheit. (Und hofft womöglich, dass keine weiteren ermittelt werden.)
  2. Frei nach dem Motto: Brot für die Welt! ... aber der Kuchen bleibt hier :)
  3. Ich warte immer noch auf so einen ;-)
  4. Ich verlange dem e-mail um einem Brieff zu senden.

    Vielen herlichen dank

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